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Warum Jesus Ein Jude War: Eine Einführung in die Geschichte des Christentums

by | Jun 28, 2024 | Uncategorized

Haben Sie sich jemals gefragt, warum der zentrale Held des Christentums – Jesus – selbst ein Jude war? Dies ist so, als würde man einen alten Apfelbaum nehmen und plötzlich Birnen daraus erwarten. In diesem Blog-Beitrag tauchen wir tief in die Wurzeln der christlichen Geschichte ein und klären auf, wie und warum Jesus, das Fundament dieser Religion, in Wirklichkeit ein Mitglied des jüdischen Glaubens war.

Unsere Reise führt uns zurück in eine Zeit, in der die Grenzen von Religion und Nationalität oft verschwammen und dennoch grundlegend für die Identität waren. Es gibt so viel zu entdecken und zu lernen! Binden Sie Ihre geistigen Sicherheitsgurte an, denn es wird eine aufschlussreiche Fahrt durch die Gänge der Theologie und Geschichte.

Ja, Jesus war zweifellos ein Jude. Er wurde in einer jüdischen Familie geboren, wuchs in der jüdischen Kultur auf und lebte im Land Israel. Die Evangelien machen klar, dass Jesus als Jude geboren wurde und während seines Lebens als Jude lebte, lehrte und praktizierte er die jüdische Religion. Es ist wichtig, die jüdische Herkunft Jesu zu verstehen, da sie seine Wahrnehmungen und seinen Platz in der Geschichte des Christentums prägt.

Jesus im jüdischen Kontext verstehen

Um die Bedeutung von Jesus’ Jüdischkeit zu verstehen, ist es unerlässlich, ihn in seinem jüdischen Kontext zu betrachten. Jesus wurde in einer jüdischen Familie geboren, lebte in der jüdischen Kultur und bewegte sich im Land Israel. Indem wir Jesus als Teil der jüdischen Gemeinschaft zur Zeit seiner Existenz sehen, können wir seine Lehren und Handlungen besser einordnen und interpretieren.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Musik eines bestimmten Künstlers verstehen. Um dies zu tun, sollten Sie sich mit der Entstehungszeit, dem kulturellen Hintergrund und den Einflüssen des Künstlers auseinandersetzen. Genauso verhält es sich mit Jesus – um seine Botschaft zu verstehen, müssen wir uns mit seinem jüdischen Hintergrund befassen.

Historische Aufzeichnungen zeigen deutlich, dass Jesus ein praktizierender Jude war. Er nahm an den jüdischen Feiertagen teil und besuchte regelmäßig die Synagoge am Sabbat. Er war Teil einer Tradition und eines Glaubenssystems, das seit Jahrhunderten Bestand hatte. Eine eingehendere Untersuchung seiner Lehren und Taten zeigt uns, wie stark er in seiner jüdischen Identität verwurzelt war.

Natürlich gibt es Debatten darüber, wie genau Jesus im jüdischen Kontext verstanden werden sollte. Einige argumentieren, dass er versucht habe, sich vom traditionellen Judentum abzusetzen und eine neue spirituelle Bewegung zu gründen. Andere sehen ihn simply als jüdischen Rabbi, der innerhalb des jüdischen Glaubenskontextes agierte. Es besteht kein Zweifel, dass diese Debatte weiterhin kontrovers diskutiert wird und verschiedene Interpretationen hervorbringt.

Wenn wir Jesus im jüdischen Kontext verstehen möchten, ist es wie das Entdecken einer verlorenen Schatzkiste voller historischer und kultureller Reichtümer. Wir öffnen die Schatzkiste und tauchen ein in die Traditionen und Praktiken des Judentums zur Zeit Jesu. Indem wir uns dieser Hintergrundinformationen bewusst werden, können wir eine tiefere Verbindung zu Jesus herstellen und seine Botschaft in ihrem ursprünglichen Kontext besser schätzen.

Nachdem wir nun erkannt haben, wie entscheidend es ist, Jesus im jüdischen Kontext zu verstehen, wollen wir uns nun den Traditionen und Glaubensvorstellungen des Judentums zur Zeit Jesu widmen.

Traditionen und Glaubensvorstellungen des Judentums zur Zeit Jesu

Um Jesus’ jüdische Identität besser zu verstehen, müssen wir uns mit den Traditionen und Glaubensvorstellungen des Judentums zur Zeit Jesu auseinandersetzen. Zu dieser Zeit gab es eine Vielzahl von religiösen Gruppen und Strömungen innerhalb des Judentums – von den Sadduzäern bis hin zu den Pharisäern und Essenern. Jede dieser Gruppen hatte ihre eigene Art des Glaubens und brachte somit eine Vielfalt von Perspektiven in den jüdischen Kontext ein.

Nehmen wir zum Beispiel die Sadduzäer, eine aristokratische jüdische Sekte, die den Tempelkult in Jerusalem dominierte. Ihre Anhänger glaubten nicht an die Auferstehung der Toten oder an eine spirituelle Welt nach dem Tod. Im Gegensatz dazu standen die Pharisäer, eine weitverbreitete jüdische Strömung, die an die Auferstehung der Toten und das Jenseits glaubte. Es ist wichtig zu erkennen, dass Jesus mit unterschiedlichen jüdischen Gruppen interagierte und somit auch ihre Glaubensvorstellungen beeinflusste.

Das Verständnis dieser verschiedenen Glaubensvorstellungen innerhalb des Judentums zur Zeit Jesu hilft uns, die Debatten und Diskussionen zu verstehen, an denen Jesus teilnahm. Seine Lehren und Ansichten waren oft im Dialog mit den vorhandenen Traditionen und Glaubensvorstellungen verwurzelt. Indem wir uns diesem historischen Hintergrund nähern, können wir besser nachvollziehen, warum bestimmte Themen und Auseinandersetzungen für Jesus von besonderer Bedeutung waren.

Natürlich gibt es auch hier unterschiedliche Meinungen und Interpretationen. Einige argumentieren, dass Jesus versuchte, sich vom traditionellen Judentum abzugrenzen und eine neue spirituelle Bewegung zu gründen. Andere sehen ihn einfach als einen herausragenden Lehrer innerhalb des Judentums seiner Zeit. Diese Debatte ist sowohl unter Theologen als auch unter Gläubigen weit verbreitet und hat Auswirkungen auf das Verständnis von Jesus und seine Beziehung zum Judentum.

Um die Traditionen und Glaubensvorstellungen des Judentums zur Zeit Jesu zu verstehen, ist es wie eine Reise in die Vergangenheit. Wir betreten eine andere Welt, erkunden die Riten und Rituale, die damals praktiziert wurden, und gehen mit den Menschen jener Zeit in Dialog. Diese Reise erweitert unseren Horizont und lässt uns tiefer in die Gedankenwelt der Menschen eintauchen, mit denen Jesus in engem Kontakt stand.

Nachdem wir nun einen Einblick in die Traditionen und Glaubensvorstellungen des Judentums zur Zeit Jesu gewonnen haben, werden wir uns im nächsten Abschnitt mit Jesus’ Teilnahme an jüdischen Praktiken befassen.

Jesus’ Teilnahme an jüdischen Praktiken

Um die Bedeutung von Jesus’ Jüdischkeit zu verstehen, ist es wichtig, seine Teilnahme an den jüdischen Praktiken seiner Zeit zu betrachten. Als Jude wurde Jesus in einer Familie geboren, die die jüdischen Traditionen und Glaubensvorstellungen pflegte. Er wuchs in der jüdischen Kultur auf und lebte im Land Israel, das eine entscheidende Rolle für sein Verständnis seiner eigenen Mission spielte.

Wir können uns Jesus als einen kleinen Jungen vorstellen, wie er zusammen mit seiner Familie das Passahfest feiert. Eine solche Feier war tief in den jüdischen Traditionen verwurzelt und symbolisierte die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Jesus hätte die Geschichten gehört, die am Sederabend erzählt wurden, und er hätte verstanden, dass sie Hoffnung auf göttliche Befreiung beinhalteten. Diese besonderen Momente des gemeinsamen Feierns verbanden ihn nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit einer Geschichte und einem Volk.

Die Tatsache, dass Jesus an den jüdischen Festen teilnahm, zeigt auch seine Verbindung zur jüdischen Gemeinschaft. Er ging regelmäßig in die Synagoge am Sabbat und machte Pilgerfahrten nach Jerusalem zu den großen Festivals wie dem Pesach (Passah), Schawuot (Wochenfest) und Sukkot (Laubhüttenfest). In diesen Momenten der Anbetung und des gemeinsamen Gebets konnte er sich mit anderen Juden verbinden und seine eigene spirituelle Reise vertiefen.

Einige mögen argumentieren, dass Jesus als Sohn Gottes über den Rahmen des Judentums hinausgehoben war und sich von seinen jüdischen Wurzeln distanzierte. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Jesus selbst in seinen eigenen Worten betonte, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten abzuschaffen, sondern um sie zu erfüllen (Matthäus 5,17). Seine Teilnahme an den jüdischen Praktiken zeigt daher nicht nur seine Verbundenheit mit dem Judentum, sondern auch seine Anerkennung der göttlichen Gebote und Verheißungen, die in diesen Traditionen enthalten sind.

Man kann die Teilnahme Jesu an den jüdischen Praktiken mit einem Besuch in einem fremden Land vergleichen. Wenn wir ein neues Land besuchen, möchten wir auch die Kultur und Bräuche dieses Landes kennenlernen. Wir nehmen an den lokalen Festivals teil, probieren die traditionelle Küche und tauchen in die Geschichte und Geschichten des Landes ein. Auf diese Weise verstehen wir nicht nur die Menschen vor Ort besser, sondern können auch eine tiefere Bindung zu diesem Land aufbauen. Ähnlich verhält es sich mit Jesus’ Teilnahme an den jüdischen Praktiken – durch sein Eintauchen in die Kultur und Tradition konnte er eine tiefere Verbindung zum jüdischen Volk herstellen.

Da wir nun die Bedeutung von Jesu Teilnahme an den jüdischen Praktiken betrachtet haben, wollen wir uns nun seiner Interpretation und Verwendung jüdischer Schriften zuwenden.

Jesus’ Interpretation und Verwendung jüdischer Schriften

Jesus hatte eine komplexe Beziehung zu den jüdischen Schriften. In seinen Gleichnissen und Botschaften griff er oft auf Bilder und Geschichten aus der Hebräischen Bibel zurück, um seine Lehren zu veranschaulichen. Indem er diese Schriften zitierte und interpretierte, knüpfte er an eine tiefe Tradition des jüdischen Denkens an und bot seinen Zuhörern einen Weg der spirituellen Erneuerung.

Ein bekanntes Beispiel für Jesu Verwendung der jüdischen Schriften ist das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37). Indem er die Geschichte eines Mannes erzählte, der von Räubern überfallen und verwundet am Straßenrand liegen gelassen wurde, nutzte Jesus ein Bild, das vielen Juden vertraut war. Er zog Parallelen zur Geschichte des barmherzigen Samariters, der einem verwundeten Fremden half. Diese Anspielung auf die Schriften half Jesus, seine Botschaft von Nächstenliebe und Mitgefühl zu unterstreichen und seine Zuhörer dazu zu bewegen, über ihre eigene Haltung gegenüber Fremden nachzudenken.

Es ist wichtig zu betonen, dass Jesus nicht einfach die Schriften zitierte, sondern sie auch neu interpretierte. Er forderte seine Zuhörer heraus, über die Oberfläche hinauszugehen und den tieferen Sinn hinter den Worten zu erkennen. Indem er die Schriften in einen zeitgenössischen Kontext setzte und ihre Bedeutung auf das Leben seiner Zuhörer übertrug, verlieh er ihnen eine zeitlose Relevanz.

Einige mögen argumentieren, dass Jesus durch seine Interpretation der jüdischen Schriften den Kern ihrer Botschaft verzerrt habe. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass Jesus als Jude selbst von einer langen Tradition der jüdischen Auslegung und Diskussion geprägt war. Seine Interpretationen waren keine willkürlichen Veränderungen, sondern basierten auf seinem tiefen Verständnis der jüdischen Weisheitstradition. Durch seine Lehren wollte Jesus keinen Bruch mit der jüdischen Tradition vollziehen, sondern sie weiterentwickeln und in neue Kontexte bringen.

Man kann die Interpretation und Verwendung der jüdischen Schriften durch Jesus mit einem modernen Künstler vergleichen, der sich von klassischen Werken inspirieren lässt. Der Künstler mag traditionelle Techniken verwenden oder bekannte Motive aufgreifen, aber gleichzeitig verleiht er seinen Werken eine individuelle Note und schafft so etwas Neues. Ähnlich verhält es sich mit Jesus’ Umgang mit den jüdischen Schriften – er schöpfte aus der reichen Tradition des Judentums und brachte gleichzeitig seine eigene einzigartige Perspektive ein.

Nachdem wir nun die Interpretation und Verwendung der jüdischen Schriften durch Jesus untersucht haben, werden wir uns als nächstes seiner Interaktion mit verschiedenen jüdischen Gruppen widmen.

Gleichnisse und Bilder aus den Schriften

Ein wichtiger Aspekt bei der Betrachtung von Jesus als Juden ist seine Interpretation und Verwendung der jüdischen Schriften. In seinen Lehren bediente sich Jesus häufiger Gleichnissen und Bildern, die direkt aus diesen Schriften stammten. Dadurch knüpfte er an die Traditionen der jüdischen Weisheitstradition an und vermittelte seine Botschaft auf eine für seine Zuhörer verständliche Weise.

Ein solches Gleichnis, das Jesus oft benutzte, ist das Gleichnis vom “verlorenen Sohn”. Hier greift er auf eine Geschichte aus dem Buch Lukas im Tanach zurück. Dieses Gleichnis ermöglichte es Jesus, den Menschen die bedingungslose Liebe Gottes zu verdeutlichen und gleichzeitig ihre eigene moralische Verantwortung hervorzuheben. Indem er auf bekannte Geschichten der Schrift verwies, konnte Jesus einen direkten Bezug zur jüdischen Tradition herstellen und gleichzeitig neue Einsichten vermitteln.

Auch in seinen Heilungsgeschichten bediente sich Jesus oft symbolischer Sprache und verwendete Bilder aus den Schriften, um auf die Barmherzigkeit und Gnade Gottes hinzuweisen. Zum Beispiel verglich er das Königreich Gottes mit einem Senfkorn, das klein beginnt, aber zu einer großen Pflanze heranwächst. Diese Analogie war seinen Zuhörern bekannt und half ihnen dabei, die Reich-Gottes-Botschaft besser zu verstehen.

Natürlich gibt es auch verschiedene Interpretationen und Debatten über die genaue Bedeutung einiger Gleichnisse und Bilder, die Jesus verwendete. Einige Gelehrte argumentieren, dass Jesus bewusst provozierende Sprache und Bilder wählte, um die Missstände in der religiösen Praxis seiner Zeit anzuprangern. Andere wiederum sehen die Gleichnisse als verständliche und zugängliche Darstellungen ethischer Lehren, die darauf abzielten, den Menschen einen Weg zu einem gerechten Leben aufzuzeigen.

Man könnte sagen, dass die Verwendung von Gleichnissen und Bildern aus den Schriften für Jesus ähnlich war wie das Erzählen von Geschichten oder Anekdoten in unserer heutigen Zeit. Oft nutzen wir solche Erzählungen, um komplexe Ideen zu vermitteln oder bestimmte Werte zu betonen. Auf ähnliche Weise nutzte Jesus die Sprache der jüdischen Schriften, um seinen Zuhörern eine Botschaft zu übermitteln, die ihnen vertraut war und zugleich neue Perspektiven eröffnete.

Die Verwendung von Gleichnissen und Bildern aus den jüdischen Schriften verdeutlicht, wie sehr Jesus in der jüdischen Tradition verwurzelt war. Seine Lehren knüpften an bekannte Geschichten an und führten sie in neue Zusammenhänge. Doch nicht nur seine Verwendung der Schriften macht Jesu Jüdischkeit deutlich – auch seine Interaktion mit verschiedenen jüdischen Gruppen spielt eine entscheidende Rolle.

Jesus’ Interaktion mit jüdischen Gruppen

Als Jude im ersten Jahrhundert lebte Jesus in einer Zeit großer religiöser Vielfalt. In den Evangelien können wir sehen, wie er Dialoge und Auseinandersetzungen mit verschiedenen jüdischen Gruppen führte. Besonders bekannt sind seine Debatten mit den Pharisäern und Sadduzäern, die uns ein wichtiges Bild von Jesu Jüdischkeit vermitteln.

Jesus traf auf die Pharisäer, die eine strengere Auslegung des jüdischen Gesetzes verfolgten, und stellte sich ihren Fragen und Herausforderungen. In diesen Begegnungen verdeutlichte er jedoch auch, dass ihm nicht einfach darum ging, das Gesetz zu befolgen, sondern dass es ihm um das Herz der Menschen ging – um tiefgreifende Veränderung und das Streben nach Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Ebenso hatte Jesus Interaktionen mit den Sadduzäern, einer aristokratischen Priestergruppe, die insbesondere überzeugt war von der Bedeutung des Jerusalemer Tempels und dem Opferdienst. Hier zeigt sich deutlich, dass Jesus innerhalb des jüdischen Kontextes agierte und die damals relevanten Themen diskutierte. Seine Lehren waren kein Bruch mit dem Judentum, sondern eine Weiterentwicklung innerhalb des religiösen Rahmens seiner Zeit.

Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass diese Interaktionen mit jüdischen Gruppen auch zu Spannungen führten. Manche Vertreter dieser Gruppen betrachteten Jesus als Herausforderer ihrer Autorität oder sahen in ihm eine Bedrohung für die Ordnung. Diese Spannungen zwischen Jesus und den jüdischen Gruppen zeigen, dass es auch innerhalb des Judentums selbst unterschiedliche Vorstellungen und Strömungen gab.

Man könnte diese Auseinandersetzungen zwischen Jesus und den jüdischen Gruppen mit heutigen theologischen Debatten vergleichen. Auch heute gibt es verschiedene Strömungen und Auslegungen des Glaubens, die zu Diskussionen und Kontroversen führen können. Doch genau wie in damaliger Zeit verdeutlichen solche Debatten auch die Vitalität einer Religion und ermöglichen es uns, tieferes Verständnis zu erlangen.

Die Interaktion von Jesus mit den verschiedenen jüdischen Gruppen zeigt uns deutlich seine Verwurzelung im Judenstum seiner Zeit. Indem er dialogisch agierte und unterschiedliche Auffassungen in Betracht zog, zeigte er den Reichtum der jüdischen Tradition und gleichzeitig seine ganz eigene Interpretation und Weiterentwicklung dieser Tradition. In diesem Sinne ist es unerlässlich, Jesu Jüdischkeit zu verstehen, um ein umfassendes Bild von ihm als historische Figur zu erhalten.

(Note: The word count provided is approximate and may vary slightly.)

  • Ein Bericht aus dem Jahr 2022 zeigt, dass etwa 60% der Menschen in den USA glauben, dass Jesus ein Jude war.
  • Eine im Jahr 2018 durchgeführte Umfrage ergab, dass nur 14% aller befragten Deutschen überrascht waren zu hören, dass Jesus ein praktizierender Jude war.
  • Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 belegte, dass etwa ein Drittel der befragten Studenten in Großbritannien nicht wussten oder unsicher waren, ob Jesus jüdischer Abstammung war.
  • Der wichtige Takeaway aus der Interaktion von Jesus mit den verschiedenen jüdischen Gruppen besteht darin, dass er als historische Figur fest in seiner jüdischen Herkunft und Tradition verwurzelt war. Seine Debatten und Auseinandersetzungen mit den Pharisäern und Sadduzäern verdeutlichen dies deutlich. Obwohl es zwischen ihm und diesen Gruppen Spannungen gab, zeigen diese Interaktionen auch die Vielfalt des Judentums zur damaligen Zeit. Es ist daher entscheidend, seine Judenheit zu verstehen, um ein umfassendes Bild von Jesus als historische Figur zu erhalten. Darüber hinaus können wir aus diesen Debatten lernen, wie wichtig Dialog und unterschiedliche Auffassungen für eine lebendige Religion sind und wie sie uns helfen, ein tieferes Verständnis zu entwickeln.

Debatten und Diskussionen mit den Pharisäern und Sadduzäern

Ein markantes Merkmal von Jesus’ Lehren war seine aktive Auseinandersetzung mit verschiedenen jüdischen Gruppen, insbesondere den Pharisäern und Sadduzäern. Diese Debatten und Diskussionen zwischen Jesus und den religiösen Autoritäten waren von großer Bedeutung für sein Verständnis des Judentums und seiner eigenen Rolle als Lehrer.

In der Bibel finden wir zahlreiche Beispiele für diese Auseinandersetzungen. Ein solches Beispiel ist die Debatte über die Auferstehung der Toten zwischen Jesus und den Sadduzäern. Die Sadduzäer, eine einflussreiche jüdische Gruppe, glaubten nicht an die Auferstehung der Toten. Jesus nutzte diese Diskussion, um seine eigene Botschaft zu vermitteln und die Konzepte des ewigen Lebens und der Auferstehung zu erklären.

Durch solche Debatten zeigte Jesus nicht nur sein tiefes Verständnis des jüdischen Glaubens, sondern auch seinen kritischen Geist und seine Fähigkeit, traditionelle Ansichten herauszufordern. Er brachte neue Perspektiven in das religiöse Gespräch ein und stellte infrage, was bisher als selbstverständlich galt.

Es besteht jedoch auch die Auffassung, dass diese Auseinandersetzungen mit den Pharisäern und Sadduzäern auf eine grundsätzliche Opposition gegen das religiöse Establishment zurückzuführen sind. Einige argumentieren, dass Jesus bewusst die Autorität der religiösen Führer in Frage stellte und alternative Interpretationen des jüdischen Gesetzes präsentierte. Diese Sichtweise betont den revolutionären Charakter von Jesus’ Lehren und seine Rolle als Reformator innerhalb des Judentums.

Unabhängig von der genauen Interpretation ist klar, dass Jesus in engem Kontakt mit den verschiedenen jüdischen Gruppen stand und aktiv an Diskussionen und Debatten teilnahm, die sein Verständnis des Judentums prägten.

Missverständnisse über Jesus’ Jüdischkeit

Trotz der Tatsache, dass Jesus zweifellos ein Jude war und innerhalb des jüdischen Kontextes lebte und wirkte, gibt es historisch bedingte Missverständnisse über seine jüdische Identität. Ein solches Missverständnis besteht darin, dass einige Menschen behaupten, Jesus sei gekommen, um eine neue Religion zu gründen und sich vom Judentum zu distanzieren.

Dieses Missverständnis könnte mit dem Bild eines Kuchens verglichen werden. Das Judentum wäre der Hauptkuchen, während das Christentum eine Scheibe des Kuchens ist, die aus dem Hauptkuchen geschnitten wurde. Obwohl die Scheibe unterschiedlich geformt und verziert ist, bleibt sie dennoch ein Teil des ursprünglichen Kuchens.

Ein weiteres Missverständnis besteht darin anzunehmen, dass das christliche Verständnis von Jesus gegen das Judentum gerichtet ist. Tatsächlich gibt es viele Elemente der jüdischen Tradition, die im Christentum weiter leben und von Jesus selbst gelehrt wurden. Die zehn Gebote, die Liebe zum Nächsten und andere moralische Grundsätze sind Werte, die sowohl im Judentum als auch im Christentum hoch geschätzt werden.

Dennoch gab es in der Geschichte des Christentums Momente, in denen das Judentum zu Unrecht abgewertet wurde. Einige Theologen des 19. Jahrhunderts versuchten beispielsweise, Jesus von seinen jüdischen Wurzeln zu trennen und das Christentum von seinen jüdischen Elementen zu säubern. Diese Annahmen führten zu Angriffen auf Juden und boten Munition für den Holocaust. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, Jesus in seiner jüdischen Identität zu verstehen, um solche Vorurteile zu vermeiden und ein harmonisches Miteinander zwischen Juden und Christen zu fördern.

Das Verständnis von Jesus als einem Juden bietet eine reichhaltige Perspektive auf seine Lehren und seine Rolle in der Geschichte des Christentums. Es ermöglicht uns, seine Botschaft in all ihrer Tiefe und Authentizität zu erfassen und zugleich einen Beitrag zur Förderung des interreligiösen Dialogs zu leisten.