Überdenken Sie, was es wirklich bedeutet, jemanden zur Kirchenteilnahme zu zwingen. Ein Fluss kann nicht mit Gewalt zum Fließen gebracht werden, sondern fließt natürlich seinem Lauf entlang – genauso ist es auch mit Glauben und Spiritualität. So wie die Naturgesetze, lehrt uns auch die Bibel eine entscheidende Lektion über das Drängen oder Zwangsbekehrung. In diesem Blog-Beitrag werfen wir einen kritischen Blick auf “Was die Bibel über das Zwingen jemanden in die Kirche sagt”, ein Thema, das leider oft missverstanden wird und im Zentrum zahlreicher Debatten steht. Tauchen Sie mit uns ein in eine Seite der Heiligen Schrift, die häufig übersehen wird, aber äußerst relevant für unsere heutige Gesellschaft ist.
In der Bibel wird das Zwangsmittel, jemanden zur Kirche zu bringen, nicht ausdrücklich erwähnt. Stattdessen betont sie die Bedeutung von persönlicher Wahl und freiem Willen in Glaubensangelegenheiten. Das Buch Josua 24:15 stellt fest, dass jeder Mensch die Freiheit hat, seinen eigenen Glauben zu wählen. Echte Anbetung ist nicht an einen bestimmten physischen Ort gebunden, sondern beruht auf einer innigen Verbindung mit Gott (Johannes 4:24). Christliches Zusammenkommen in der Gemeinde sollte eine freiwillige Einheit von Gläubigen sein, die sich mit einem gemeinsamen Zweck versammeln (1 Korinther 12:27). Eltern können ihre Kinder ermutigen, zur Kirche zu gehen, indem sie eine liebevolle Umgebung schaffen, ihren Glaubensweg teilen und ihnen eigene Entscheidungen ermöglichen. Zwang kann eher Ablehnung statt echtes Glaubenswachstum hervorrufen.
Die biblische Perspektive zum erzwungenen Kirchenbesuch
Die Frage, ob man jemanden zwingen sollte, die Kirche zu besuchen oder nicht, resultiert aus einem Spannungsfeld zwischen der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder im Glauben zu erziehen, und dem Prinzip des freien Willens, das in der Bibel betont wird. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, ist es wichtig, die biblische Perspektive zu diesem Thema genauer zu betrachten.
Eine mögliche Herangehensweise besteht darin, den freien Willen zu betonen und jedem Einzelnen die Wahl zu überlassen, ob er die Kirche besuchen möchte oder nicht. Ein biblisches Beispiel dafür findet sich in Johannes 4:24, wo Jesus sagt: “Gott ist Geist; und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.” Dies zeigt, dass echte Anbetung nicht auf einen physischen Ort begrenzt ist, sondern auf eine herzliche Verbindung mit Gott.
Stellen Sie sich vor, ein Vater möchte seine Tochter dazu zwingen, Klavierunterricht zu nehmen. Auch wenn er glaubt, dass Musik ihr Leben bereichern könnte, wird sie wahrscheinlich keinen wirklichen Spaß daran haben und möglicherweise sogar Widerstand leisten. Wenn sie jedoch den Freiraum hat, selbst zu entscheiden, ob sie Klavier spielen möchte oder nicht, kann sich ihr Interesse und ihre Begeisterung für das Instrument natürlich entwickeln.
In ähnlicher Weise kann es für Kinder schwierig sein, eine persönliche Beziehung zu Gott aufzubauen und ihren Glauben zu entwickeln, wenn ihnen der Besuch der Kirche aufgezwungen wird. Nur wenn sie die Freiheit haben, ihre Spiritualität individuell zu erkunden und ihre eigene Entscheidung über den Kirchenbesuch zu treffen, können sie eine tiefere Beziehung zu Gott entwickeln.
Natürlich kann argumentiert werden, dass Kinder nicht immer die Weisheit haben, um die Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu verstehen. Es besteht die Sorge, dass sie sich möglicherweise von Gott entfernen könnten, wenn sie nicht regelmäßig in die Kirche gehen. Daher könnte es gerechtfertigt sein, ihnen den Kirchenbesuch vorzuschreiben, um sicherzustellen, dass sie einen starken christlichen Grundstein bekommen.
Letztendlich liegt es jedoch an den Eltern, in ihrer Rolle als Erzieher und Vorbild eine positive Atmosphäre für den Glauben zu schaffen und ihre Kinder dafür zu begeistern. Durch das Befolgen von 1. Petrus 3:1, wo es heißt “Die Frauen seien ihren Männern untertan, damit auch die, die dem Wort nicht gehorchen”, kann man erkennen, dass das Vorbild einer liebevollen Beziehung zu Gott und einer aktiven Teilnahme an der Gemeinschaft Christi oft wirkungsvoller ist als Zwang oder Druck.
In Anbetracht der Bedeutung des freien Willens im Glauben wollen wir nun genauer betrachten, wie die Bibel diesen Aspekt interpretiert.
- Der wichtigste takeaway aus dieser Frage ist, dass die Entscheidung, ob jemand die Kirche besuchen sollte oder nicht, auf einem Gleichgewicht zwischen der Verantwortung der Eltern und dem Prinzip des freien Willens basiert. Es wird betont, dass es für eine tiefere Beziehung zu Gott wichtig ist, den Menschen die Freiheit zu lassen, ihren Glauben selbst zu erkunden und ihre eigene Entscheidung über den Kirchenbesuch zu treffen. Die Eltern sollten als positive Vorbilder auftreten und eine liebevolle Beziehung zu Gott vorleben, um ihre Kinder dafür zu begeistern. Der freie Wille spielt eine entscheidende Rolle im Glauben und sollte durch das Studium der biblischen Perspektive genauer betrachtet werden.
Die Auslegung des freien Willens im Glauben
Der freie Wille spielt eine entscheidende Rolle bei der persönlichen Beziehung zum Glauben. In Joshua 24:15 ließ Gott den Menschen die Wahl, ihm zu dienen oder anderen Göttern nachzugehen. Dies zeigt, dass Gottes Wohlgefallen an der freiwilligen Hingabe und Zustimmung liegt. Diese Interpretation unterstreicht die Bedeutung der individuellen Entscheidung im Glauben.
Es gibt jedoch auch biblische Passagen, die auf die Rolle der Eltern hinweisen, ihre Kinder im Glauben zu erziehen und sie in den christlichen Lehren zu unterweisen. Ein Beispiel dafür finden wir in Epheser 6:4, wo es heißt “Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.” Hier wird betont, dass Eltern die Aufgabe haben, ihren Kindern den Weg des Herrn näherzubringen.
Eine Möglichkeit, freien Willen und elterliche Verantwortung in Einklang zu bringen, besteht darin, eine Umgebung zu schaffen, in der Kinder den Glauben entdecken und sich frei dazu entscheiden können. Eltern können sich mit dem Zeugnis ihres eigenen Glaubens einbringen, indem sie ihre spirituelle Reise teilen und ihren Kindern die christlichen Grundlagen vermitteln. Indem ihnen Liebe, Unterstützung und Ermutigung geschenkt werden, erhalten Kinder die Freiheit, aus innerem Antrieb heraus zum Kirchenbesuch zu kommen.
Natürlich kann es schwierig sein für Eltern, wenn ihre Kinder den Kirchenbesuch ablehnen. Es ist verständlich, dass sie sich Sorgen machen und den Wunsch haben, ihre Kinder vor möglichen negativen Einflüssen und Ablenkungen zu schützen. In diesem Fall könnte man argumentieren, dass es notwendig ist, den Kirchenbesuch vorzuschreiben, um sicherzustellen, dass Kinder den richtigen Weg finden und ihre Beziehung zu Gott entwickeln.
Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass der Glaube eine individuelle Reise ist und Zwang oft zu Widerstand und Entfremdung führen kann. Letztendlich liegt es an jedem Einzelnen, seine eigene Entscheidung über die Teilnahme am Gottesdienst zu treffen und eine persönliche Verbindung mit Gott aufzubauen.
Nachdem wir uns die biblische Perspektive zum erzwungenen Kirchenbesuch und die Auslegung des freien Willens im Glauben angesehen haben, wollen wir nun weiter diskutieren, welche Rolle die Eltern bei der Förderung des Glaubens ihrer Kinder spielen können.
Die religiöse Autorität der Eltern gemäß der Bibel
Die Bibel betont die Autorität der Eltern in der religiösen Erziehung ihrer Kinder. In den zehn Geboten wird den Kindern aufgetragen, ihren Vater und ihre Mutter zu ehren (Exodus 20:12). Dies impliziert, dass die Eltern das Recht und die Verantwortung haben, ihren Kindern Gebote und Lehren des Glaubens weiterzugeben. Es ist wichtig zu beachten, dass dies nicht als Freifahrtschein für blinden Zwang dienen sollte, sondern vielmehr als ein Aufruf zur Führung und Anleitung im Glauben.
Eine Analogie hierzu kann sein, wie Eltern ihre Kinder dazu ermutigen, zur Schule zu gehen. Obwohl Kinder oft widerwillig sind, bestimmte Fächer wie Mathematik oder Geschichte zu lernen, erkennen Eltern normalerweise die Bedeutung einer soliden Bildung und ermutigen ihre Kinder daher zum Schulbesuch. Auf ähnliche Weise können sie auch den Besuch der Kirche als Teil einer ganzheitlichen geistlichen Bildung betrachten. Indem sie ihren Kindern diese Werte vermitteln und erlebbar machen, schaffen sie eine solide Grundlage für ihr spirituelles Wachstum.
Ein weiteres Argument für die religiöse Autorität der Eltern findet sich in Sprüche 22:6: “Erziehe das Kind entsprechend seinem Weg; dann bleibt es auch im Alter dabei.” Hier wird deutlich gemacht, dass es wichtig ist, Kindern von klein auf den Weg des Glaubens zu zeigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, darin zu wachsen. Eltern haben die Möglichkeit, den Glauben ihren Kindern in liebevoller Weise zu vermitteln und ihnen somit eine wertvolle Grundlage für ihr eigenes spirituelles Leben zu geben.
Natürlich gibt es immer Raum für Diskussionen darüber, wie weit die religiöse Autorität der Eltern reicht. Es ist wichtig, nicht in den Extrembereich des erzwungenen Glaubens zu gelangen, sondern den freien Willen des Kindes zu respektieren. Dies bedeutet, dass Kinder auch in ihrer geistlichen Reise Raum haben sollten, selbst Entscheidungen zu treffen und ihren eigenen Glauben zu erkunden. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anleitung und Freiheit kann dazu beitragen, dass Kinder ihren Glauben auf eine authentische und bedeutsame Weise entwickeln können.
Nachdem wir die Bedeutung der religiösen Autorität der Eltern gemäß der Bibel betrachtet haben, wollen wir nun näher darauf eingehen, wie das fünfte Gebot – “Du sollst Vater und Mutter ehren” (Exodus 20:12) – den Respekt vor dem freien Willen des Kindes betont und welche Implikationen dies für den Kirchenbesuch hat.
Den fünften Gebot respektieren und den freien Willen des Kindes
Das fünfte Gebot betont die Ehre und den Respekt gegenüber den Eltern. Darin liegt jedoch keine Forderung nach blindem Gehorsam oder Zwang im religiösen Kontext. Vielmehr lädt dieses Gebot zur Wertschätzung der Beziehung zwischen Eltern und Kindern ein und betont die Bedeutung einer liebevollen und unterstützenden Umgebung.
Eine Analogie hierzu kann sein, wie Eltern ihre Kinder dazu ermutigen, ihre eigenen Entscheidungen in anderen Lebensbereichen zu treffen. Indem sie ihren Kindern die Möglichkeit geben, ihre Interessen zu erkunden und Verantwortung zu übernehmen, ermöglichen sie eine gesunde Entwicklung der individuellen Persönlichkeit. Auf ähnliche Weise sollte auch der Glaube eines Kindes auf dessen freiem Willen basieren und nicht durch Zwang erzeugt werden.
Darüber hinaus fordert Jesus Christus in Matthäus 6:6 seine Jünger auf, Gott im Verborgenen zu suchen: “Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist”. Dies verdeutlicht den persönlichen Charakter des Glaubens und zeigt, dass eine echte Beziehung zu Gott nicht von äußeren Umständen abhängig ist. Der zwangsweise Kirchenbesuch kann daher nicht als notwendige Voraussetzung für einen lebendigen Glauben angesehen werden.
Es ist wichtig anzuerkennen, dass nicht jeder Mensch positive Erfahrungen mit der Kirche gemacht hat. Einigen Menschen können bestimmte negative Erlebnisse oder Schwierigkeiten dabei haben, sich mit dem Konzept der Kirche anzufreunden. Hier ist es wichtig, den freien Willen des Einzelnen zu respektieren und alternative Wege anzubieten, um den Glauben zu praktizieren. Kleingruppen oder Online-Gemeinschaften können zum Beispiel Möglichkeiten sein, den eigenen Glauben zu stärken und spirituelle Ressourcen zu finden.
Nachdem wir die Bedeutung des fünften Gebots und den Respekt vor dem freien Willen des Kindes betrachtet haben, wollen wir nun in die Diskussion eintauchen, ob der Ermutigung oder dem Zwang zum Kirchenbesuch der Vorzug gegeben werden sollte. In diesem Kontext werden wir die verschiedenen Aspekte der Anleitung und des Zwangs im Glaubenskontext näher betrachten.
Ermutigung versus Zwang zum Kirchenbesuch: Eine biblische Diskussion
In der vorherigen Abschnitten haben wir darüber gesprochen, dass die Bibel die Bedeutung des freien Willens betont und dass Glaube nicht zwanghaft sein sollte. Doch wie können Eltern ihre Kinder dann dazu ermutigen, regelmäßig zur Kirche zu gehen, ohne sie zu zwingen? Die Antwort liegt in einer liebevollen und einfühlsamen Begleitung auf ihrem eigenen Glaubensweg.
Ein Beispiel dafür ist das Teilen unserer eigenen Glaubenserfahrungen mit unseren Kindern. Indem wir ihnen von den Segnungen berichten, die wir durch unseren eigenen Kirchgang erfahren haben, und wie unsere Beziehung zu Gott dadurch gestärkt wurde, können wir ihnen einen positiven Anreiz geben, selbst am Gemeinschaftsleben teilzunehmen.
Darüber hinaus können wir unsere Kinder ermutigen, ihre eigenen Fragen und Zweifel zu stellen. Indem wir ihnen Raum für ihre Gedanken geben und gemeinsam nach Antworten suchen, ermöglichen wir ihnen eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Glauben. Dies fördert nicht nur ihr Verständnis, sondern stärkt auch ihre Bindung an Gott und die Kirche.
Natürlich gibt es auch Stimmen, die argumentieren, dass jede Form der Ermutigung zum Kirchenbesuch als Zwang angesehen werden kann. Sie betonen die Wichtigkeit der individuellen Entscheidungsfreiheit und sagen, dass Religion ein persönlicher Glaube sein sollte. Doch während diese Argumente sicherlich gültig sind, sollten wir bedenken, dass Eltern auch verantwortlich für die geistige und moralische Erziehung ihrer Kinder sind. Indem sie ihnen den Wert des Gemeinschaftslebens in der Kirche vermitteln, können sie helfen, ein starkes Fundament im Glauben aufzubauen.
Stellen Sie sich vor, Eltern wollen sicherstellen, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung erhalten. Sie schicken sie zur Schule, obwohl die Kinder vielleicht nicht immer Lust haben, dorthin zu gehen. Aber warum? Weil sie wissen, dass Bildung wichtig ist und ihren Kindern Möglichkeiten eröffnet. Ähnlich ist es auch mit dem Kirchenbesuch. Indem wir unsere Kinder ermutigen und begleiten, geben wir ihnen die Möglichkeit, spirituell zu wachsen und eine tiefere Beziehung zu Gott aufzubauen.
Doch wie können wir sicherstellen, dass diese Ermutigung nicht in Zwang übergeht? Lassen Sie uns nun über den Unterschied zwischen Anleitung und Zwang sprechen.
Der Unterschied zwischen Anleitung und Zwang
Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Anleitung und Zwang beim Kirchenbesuch. Anleitung beinhaltet das Bereitstellen von Orientierung und Unterstützung für unsere Kinder, während wir ihnen ermöglichen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Zwang hingegen beinhaltet Druck oder Kontrolle auszuüben, um jemanden dazu zu bringen, etwas gegen seinen Willen zu tun.
Manche Eltern argumentieren möglicherweise damit, dass ein gewisses Maß an Zwang notwendig ist, um sicherzustellen, dass ihre Kinder regelmäßig zur Kirche gehen. Sie befürchten, dass ihre Kinder sonst den Glauben vernachlässigen oder von negativen Einflüssen abdriften könnten. Während diese Bedenken verständlich sind, sollten wir uns fragen, ob Zwang wirklich das richtige Mittel ist, um dieses Ziel zu erreichen.
Ein positiver Ansatz wäre es zum Beispiel, regelmäßig als Familie zur Kirche zu gehen und dies als gemeinsames Erlebnis zu gestalten. Indem wir unsere Kinder in den Entscheidungsprozess einbeziehen und ihnen ermöglichen, aktiv an der Gestaltung des Gottesdienstes teilzunehmen, schaffen wir eine Atmosphäre des Mitgefühls und der Zusammenarbeit.
Stellen Sie sich vor, jemand zwingt Sie, einen Sport auszuüben, den Sie überhaupt nicht mögen. Sie würden wahrscheinlich widerwillig hingehen und Ihre Energie ungern investieren. Aber was wäre, wenn Sie die Möglichkeit hätten, verschiedene Sportarten auszuprobieren und selbst zu entscheiden, welche Ihnen am besten gefällt? Die Chancen stehen gut, dass Sie viel motivierter wären, regelmäßig teilzunehmen. Genauso sollten wir unseren Kindern die Freiheit geben, ihren eigenen Glaubensweg zu finden und die Art der spirituellen Erfahrung zu wählen, die ihnen am meisten zusagt.
Studien haben gezeigt, dass Menschen eher langfristig engagiert sind und wachsen, wenn sie aus eigener Überzeugung handeln können. Wenn wir unseren Kindern die Freiheit lassen zu entscheiden, ob sie zur Kirche gehen möchten oder nicht, ermöglichen wir ihnen eine authentische Verbindung mit ihrem Glauben und tragen dazu bei, dass ihre Beziehung zu Gott auf lange Sicht stabiler wird.
Nun, da wir über den Unterschied zwischen Anleitung und Zwang gesprochen haben, wollen wir uns im nächsten Abschnitt damit befassen, welche Rolle die Kirche beim Fördern des Glaubens und der persönlichen Entscheidung spielt.
Die Rolle der Kirche bei der Förderung des Glaubens und der persönlichen Entscheidung
Die Kirche spielt eine wesentliche Rolle bei der Förderung des Glaubens und der persönlichen Entscheidung. Sie ist ein Ort der Gemeinschaft, des Austauschs und der Unterstützung für Gläubige. Durch ihre Lehren, Gottesdienste und Aktivitäten kann die Kirche Menschen inspirieren und ermutigen, ihren Glauben zu vertiefen. Dabei ist es wichtig zu erkennen, dass die persönliche Entscheidung, in die Kirche zu gehen, eine Grundlage für einen lebendigen Glauben bildet.
Nehmen wir zum Beispiel eine junge Person, die noch unsicher über ihren Glauben ist. Indem diese Person die Möglichkeit hat, freiwillig an Gemeindeveranstaltungen teilzunehmen, kann sie verschiedene Aspekte des Glaubens kennenlernen und herausfinden, wie dieser in ihr Leben passt. Durch den Austausch mit anderen gläubigen Menschen kann sie Erfahrungen sammeln, Fragen stellen und spirituell wachsen.
Studien haben gezeigt, dass Menschen, die aktiv in ihrer Gemeinde involviert sind und freiwillig am kirchlichen Leben teilnehmen, oft ein tieferes Verständnis ihres Glaubens entwickeln. Durch diese freiwillige Entscheidung werden sie aktive Teilnehmer am christlichen Leben und können den Glauben auf ihre eigene Art leben und verkörpern.
Natürlich gibt es auch Situationen, in denen Menschen sich von der Kirche distanziert haben oder negative Erfahrungen gemacht haben. In solchen Fällen ist es wichtig, alternative Wege der Glaubenspraxis anzubieten, wie zum Beispiel kleine Gruppen oder Online-Gemeinschaften. Die Rolle der Kirche besteht darin, Menschen zu unterstützen und ihnen einen Ort zu bieten, an dem sie ihren Glauben auf individuelle Weise leben können.
Man kann die Rolle der Kirche bei der Förderung des Glaubens mit dem Bild eines Nährbodens vergleichen. Die Kirche stellt Nährstoffe in Form von Lehren, Gemeinschaft und geistlicher Unterstützung zur Verfügung. Jeder Gläubige ist jedoch selbst dafür verantwortlich, diese Nährstoffe aufzunehmen und davon zu profitieren. Es ist eine persönliche Entscheidung, wie tief verwurzelt man im Glauben werden möchte.
Nun wollen wir uns damit beschäftigen, wie ein erzwungener Kirchenbesuch zu einer echten Entwicklung des Glaubens führen kann.
Vom erzwungenen Besuch zur echten Glaubensentwicklung
Es gibt Stimmen, die argumentieren, dass ein erzwungener Kirchenbesuch Kindern und Jugendlichen helfen kann, eine solide Grundlage im Glauben aufzubauen. Sie führen an, dass Zwang dazu beiträgt, dass junge Menschen zumindest einen gewissen Kontakt zur Kirche haben und sich mit den Lehren und Traditionen auseinandersetzen müssen. Dies könne letztendlich zu einem tieferen Verständnis des Glaubens führen.
Als Beispiel könnte man sich vorstellen, dass ein Kind zunächst gegen den Willen seiner Eltern zur Kirche gehen muss. Im Laufe der Zeit könnte es jedoch feststellen, dass es dort eine herzliche Gemeinschaft gibt, die es unterstützt und annimmt. Diese Erfahrung könnte dazu führen, dass das Kind sich freiwillig für den Kirchenbesuch entscheidet und einen persönlichen Glauben entwickelt.
Dennoch gibt es auch Risiken beim erzwungenen Kirchenbesuch. Wenn junge Menschen gezwungen werden, gegen ihren Willen zur Kirche zu gehen, kann dies negative Assoziationen und sogar Ablehnung des Glaubens hervorrufen. Statt echter spiritueller Entwicklung könnten sie sich von der Kirche distanzieren oder einen Oberflächenglauben entwickeln.
Eine ganzheitliche Glaubensentwicklung ist eher durch eine persönliche Entscheidung und echte Begegnungen mit Gott möglich. Wenn Menschen aufgrund einer inneren Überzeugung zur Kirche gehen, haben sie die Möglichkeit, einen authentischen Glauben zu entwickeln und ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen.
Man kann den erzwungenen Kirchenbesuch mit dem Bild eines Blumensamens vergleichen, der in den Boden gedrückt wird. Ja, er mag wachsen und vielleicht sogar blühen, aber nur wenn er genügend Sonne, Wasser und Nährstoffe erhält. Ähnlich ist es mit dem Glauben – er muss aus einer eigenen inneren Überzeugung heraus wachsen, um stark und lebendig zu sein.
Lassen Sie uns nun abschließend zusammenfassen und uns noch einmal mit der biblischen Perspektive zum erzwungenen Kirchenbesuch befassen.
- Laut einer von Pew Research Center durchgeführten Studie im Jahr 2020 gehen etwa 37% der Amerikaner mindestens einmal pro Woche zur Kirche.
- Eine separate Studie des Pew Research Centers aus dem Jahr 2019 fand heraus, dass unter den Erwachsenen in den USA, die sagen, sie seien als Kinder regelmäßig zur Kirche gebracht worden, etwa zwei Drittel (68%) als Erwachsene noch immer regelmäßig zur Kirche gehen.
- In einer Umfrage des Barna Group aus dem Jahr 2021 gaben 64% der Eltern mit Kindern unter 18 Jahren an, dass sie ihre Kinder zur Teilnahme am Gottesdienst ermutigen, während nur 15% sagten, dass sie ihre Kinder dazu zwingen würden.